Flash SEO Reloaded

In meinem ersten Beitrag zu diesem Thema habe ich verschiedene Methoden aufgegriffen, die Suchmaschinenoptimierung in Verbindung mit Flash ermöglichen. Dort habe ich auch das SWFAddress Beispiel erwähnt, das damals noch auf Cloaking setze. Gestern schrieb mich Rostislav Hristov von Asual an und informierte mich über die neue Variante. Man setzt jetzt auch nicht mehr auf Cloaking, sondern auf eine erweitere Version der JavaScript Weiterleitung.
Zunächst muss ich aber etwas ausholen und erklären, warum diese überhaupt nötig ist. Denn es wäre genau so möglich ohne Weiterleitung zu arbeiten und auf den jeweiligen Unterseiten mit alternativem Inhalt jeweils den Flash Inhalt einzubinden. Das Problem dabei ist, dass man teilweise sehr unschöne Adressen bekommt. Geht man direkt auf die Seite, ist das alles kein Problem (z.B. www.seite.de/#/a/b/). Aber kommt man jetzt über die Suchmaschine und möchte auf der angewählten Seite bleiben, so hätte man beispielsweise schon folgende Adresse: www.seite.de/a/b.html#/a/b. Navigiert man entsprechend auf der Flash Seite weiter, bleibt der erste Teil natürlich unverändert. Das Ganze überlegte ich mir damals auch, kam jedoch für mich nicht in Frage. Wenn einen das nicht stört und vorausgesetzt das »versteckte« Einbinden von Alternativ Inhalt (i.d.R. per SWFObject) stellt keinen Richtlinien Verstoß da, ist diese Variante natürlich recht gut. (BLITZ setzt auch auf diese Variante.)
Bei Asual geht man mittlerweile einem ähnlichen Ansatz nach, möchte aber auch nicht auf eine sauber formatierte Adressleiste verzichten. Diese ist aber leider nur über Cloaking oder eine Weiterleitung möglich. Man macht jetzt folgendes: Die Seiten, die über die Suchmaschinen erreicht werden, haben jetzt auch den Flash Inhalt mit entsprechendem alternativen Text. Dort wird dann per Ajax ein Session Wert gesetzt und anschließend zur Hauptseite (ebenfalls per JS) weitergeleitet, wo anhand dieses Wertes exakt der gleiche Inhalt dargestellt wird. Jetzt ist man jedoch nicht mehr auf der Unterseite und die Adresse kann schön formatiert werden.
Ich finde diese Variante recht gut, denn der User wird definitiv nicht fehlgeleitet, es ist ja 1:1 der identische Inhalt. Ob die Suchmaschinen und speziell Google das so sehen, ist natürlich offen. In diesem Fall sehe ich aber weniger das Problem bei der Weiterleitung, sondern vielmehr bei der Bereitstellung von Alternativinhalt, der eben für User mit Flash nicht einsehbar ist, also eben versteckter Inhalt. Diese Thematik habe ich ja aber schon im ersten Beitrag aufgegriffen. Setzt man mal voraus, dass versteckter Alternativinhalt so in Ordnung ist, dann dürfte einem die neue Asual Variante durchaus gefallen, wenn man a) sauber formatierte Adressen möchte und b) dem User direkt die Flash Seite zugänglich machen möchte, wenn er über die Suchmaschinen kommt.
Meinungen sind natürlich willkommen, auch gerne an Rostislav und die Jungs von Asual.


