Flash CS3 Preview – Back to the roots

Adobe Flash CS3

Über Ostern habe ich mich mal etwas intensiver mit den neuen Adobe CS3 Produkten beschäftigt, natürlich vor allem mit Flash CS3. Ein interessantes neues Feature ist wohl die Unterstützung von Photoshop und Illustrator Ebenen. Der Rest ist wenig beeindruckend und mein Urteil fällt daher doch sehr ernüchternd aus.

Ursprünglich hatte ich geplant mir einfach die volle Palette als Studenten Version zu holen, aber jetzt, da diese nicht mehr kommerziell nutzbar ist, schaut man schon genauer hin, welches Produkt und welches Update man genau benötigt. Um es vorneweg zu nehmen: Ich bin am überlegen ob ich überhaupt Flash updaten soll.

Der Entwickler bleibt auf der Strecke

Flasher ist schon lang nicht mehr gleich Flasher, es gibt die Flash Designer und die Flash Entwickler. Und man kann das auch ziemlich vereinfachen: Wer die Flash Authoring Umgebung zum »Entwickeln« nutzt, ist entweder kein Entwickler oder zumindest kein besonders guter.

Und auch die neunte Flash Version (CS3) ist voll auf dieser Linie. Viele Änderungen betreffen den grafischen Workflow, wie beispielsweise der bereits erwähnte native Ebenensupport, der nach ersten Berichten wohl noch nicht mal so ideal funktioniert, oder das optimierte Vektorwerkzeug.

Versteht mich nicht falsch, der Workflow wird erheblich verbessert, das ist eine klasse Sache. Der Entwickler bleibt eben nur etwas auf der Strecke. Denn der AS Editor kann trotz Neuerungen mit dem herrschendem Standard nicht mithalten.

Der Flash Player 9

Ich möchte noch mal klar machen, dass ich mich ausschließlich auf die Flash Authoring Umgebung beziehe, der Flash Player 9 mit der AVM2 und AS3 sind natürlich wieder mal revolutionär, aber sind davon ja total losgekoppelt und schon länger auf dem Markt. Hier wurde erstklassige Arbeit geleistet. Aber die Entwicklungsumgebung entwickelt sich wohl immer mehr zudem zurück was sie einmal war – zu einem Animationstool.

Besser auf das pluginbasierte Eclipse setzen

Mit dem Flex Builder hat Adobe ja bereits eine Eclipse IDE veröffentlicht und auch die Übernahme von JSEclipse zeigt, dass man prinzipiell die Vorteile von Eclipse erkannt hat. Aber der Flex Builder ist für mich eigentlich keine Alternative, was die reine Flash/AS3 Entwicklung angeht, und mithalten in Sachen Programmierkomfort kann dieser im Vergleich zu FDT beispielsweise auch nicht.

Warum entwickelt man nicht auch hier ein Eclipse Plugin? Am besten mit gutem Workflow zur jetzigen Entwicklungsumgebung, das wäre mal eine feine Sache.

FDT spielt nicht nur preislich, sondern auch qualitativ in einer anderen Liga. Die zweite Version mit vielen Neuerung und AS3 Support ist angekündigt. Ich bin absolut von FDT begeistert, ich frage mich nur warum Adobe nicht schafft was ein vergleichsweise kleines Aachener Team schafft. Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft.

Mir soll es aber egal sein, ich kann nur nicht ganz nachvollziehen warum man diese eine Zielgruppe so vernachlässigt. Nichts desto trotz warte ich natürlich die Demo ab und lasse mich gerne von den Vorteilen überzeigen.

Geschrieben in Flash

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